Psychoakustik – Wie wir Klang erleben
Die Psychoakustik untersucht, wie Schall vom Ohr zum Bewusstsein wird – und warum wir manche Klänge als beruhigend empfinden. Im AUDIOSPA nutzen wir diese Forschung, um Musik so zu komponieren, dass sie nicht überfordert, sondern balanciert.
Wie das Gehirn Klang interpretiert
Wie das Gehirn Klang interpretiert
Sanfte Anstiegszeiten (Attack) und gleichmäßige Amplitude reduzieren Stressempfinden. Im AUDIOSPA werden deshalb Klangschichten verwendet, die sich langsam entwickeln, ähnlich dem Rhythmus von Atmung und Licht.
Pausen und Stille
„The pause reduced heart rate, blood pressure, and respiration even below baseline levels.“ (Bernardi et al., 2006, Heart)
Stille ist kein Fehlen von Klang, sondern ein akustischer Atemzug. Sie ermöglicht dem Hörer, neu einzuschwingen. Dieses Prinzip ist Grundlage des AUDIOSPA-Sounddesigns: nach intensiven Passagen folgt bewusste Leere – das akustische Äquivalent zum Einatmen.
Emotion durch Harmonie
„Consonant chords were rated as pleasant and activate prefrontal regions of the right hemisphere, while dissonant chords were considered unpleasant and activated the parahippocampal gyrus and amygdala.“ (Blood et al., 1999, Nature Neuroscience)
Das erklärt, warum harmonische, konsonante Klänge Ruhe auslösen – und warum AUDIOSPA genau darauf setzt. Der Sound soll nicht überraschen, sondern tragen.
📚 Quellen
Bernardi, L., Porta, C., & Sleight, P. (2006). Cardiovascular, cerebrovascular, and respiratory changes induced by different types of music in musicians and non-musicians: the importance of silence. Heart, 92(4), 445–452. https://doi.org/10.1136/hrt.2005.064600 heart.bmj.com
Blood, A. J., Zatorre, R. J., Bermudez, P., & Evans, A. C. (1999). Emotional responses to pleasant and unpleasant music correlate with activity in paralimbic brain regions. Nature Neuroscience, 2, 382–387. https://doi.org/10.1038/7299
📖 Weiterführende Literatur
Trappe H. J. – Music and Heart (2021)
Levitin D. – Music as Medicine (2025)
Sacks O. – Musicophilia (2018)
Patel A. – Music, Language and the Brain (2019)
