432 Hz – Natürliche Resonanz und die Idee des harmonischen Klangs

Seit einiger Zeit wird Musik, die auf 432 Hertz (Hz) gestimmt ist (anstelle des geläufigen „Kammertons“ 440 Hertz), von manchen Musikerinnen und Hörerinnen als besonders wohltuend beschrieben.
Während die heutige Standardstimmung bei 440 Hz liegt, gilt 432 Hz für einige als „natürliche Resonanz“. Im Kontext des AUDIOSPAErlebnisses wird diese Idee künstlerisch aufgegriffen und ein großer Teil der Kompositionen wurde in 432 Hz eingespielt

Wissenschaftliche Perspektive

Es gibt tatsächlich experimentelle Ansätze, die physiologische Unterschiede zwischen Musik bei 432 Hz und 440 Hz untersuchen:


In einer DoppelblindCrossoverPilotstudie von Calamassi & Pomponi wurde festgestellt, dass Musik bei 432 Hz im Vergleich zur gleichen Musik bei 440 Hz tendenziell zu einer größeren Abnahme der Herzfrequenz führte, was als Indiz für stärkere Entspannung interpretiert wird (Calamassi & Pomponi 2019).
In dieser Studie berichteten die Teilnehmenden außerdem über stärkere Zuwendung und Zufriedenheit beim Hören von 432HzMusik, obwohl Unterschiede bei Blutdruck oder Atemfrequenz nicht durchweg signifikant waren.
Es existieren weitere experimentelle Untersuchungen mit anderen Frequenzen oder Populationen, z. B. in klinischen Kontexten, die 433 Hz vs. 443 Hz in kardiovaskulären Parametern verglichen haben; diese zeigen ähnliche, wenn auch nicht durchweg signifikante Tendenzen zugunsten von 432 Hznahen Frequenzen.


Warum 432 Hz resonanter wirken könnte (theoretisch)


Physikalisch lässt sich nicht eindeutig zeigen, dass 432 Hz objektiv „besser“ ist als 440 Hz. Einige psychoakustische Studien zeigen jedoch, dass Tonhöhe und Stimmung Wahrnehmungsmerkmale wie „Wärme“ oder „Tiefe“ beeinflussen können – allerdings unabhängig von spezifischen absoluten Frequenzen und meist im Kontext von komplexen KlangParametern, nicht nur der Grundfrequenz.

 


Bedeutung für AUDIOSPA
Das AUDIOSPA-Team nutzt den Ansatz einer 432HzStimmung ästhetisch und bewusst in vielen Teil der Kompositionen, allerdings nicht als naturwissenschaftlich „bewiesen“. Die niedrigere Stimmung kann subjektiv als „weicher“ und „tiefer“ empfunden werden, besonders in Verbindung mit ruhigen Klanglandschaften und Lichtfarben wie Amber. Dadurch kann sie zur Atmosphäre beitragen, die Entspannung, Präsenz und Sinneserleben unterstützt – ohne dass dies als medizinisch belegte Wirkung verstanden werden muss.

📚 Quellen
Calamassi, D. & Pomponi, G. P. (2019).
Music Tuned to 440 Hz Versus 432 Hz and the Health Effects: A Doubleblind Crossover Pilot Study.
EXPLORE (New York, NY), 15(4), 283–290.
📌 DOI: 10.1016/j.explore.2019.04.001

Hohneck, J. et al. (2025).
Differential effects of sound interventions tuned to 432 Hz or 443 Hz on cardiovascular parameters in cancer patients: a randomized crossover trial.
BMC Complementary Medicine and Therapies, 25:18 (2025).
📌 DOI: 10.1186/s12906025047585

Akimoto, K. et al. (2025).
A Preliminary Investigation on FrequencyDependent Cues for Human Emotions.
Journal of Sound and Music Research, 4(2):28.
📌 DOI: 10.3390/2624599X/4/2/28

📖 Weiterführende Literatur
Daniel J. Levitin – Music as Medicine (2025)
Stefan Koelsch – Good Vibrations (2022)
Trappe H. J. – Music and the Heart (2021)
Porges S. – The Polyvagal Theory (2011)
Sacks O. – Musicophilia (2018)